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noch bis zum 26. Mai 2019
Ausstellung
Douglas Kolk
NOWHERE AGAIN

Der US-amerikanische Künstler war ein begnadeter Zeichner, dessen Werke eine sehr persönliche zugleich auch erkennbar gesellschaftlich geprägte Weltsicht offenbaren. Sparsam mit dem Bleistift hingesetzte Linien, und doch auch perfekt lavierte Körper, die Verwendung von Schriftzeichen und Signets machen seine Bilder unverwechselbar. Einerseits werden hier Einflüsse der Werbung, des Comics und der westlichen Popkultur verarbeitet, andererseits erinnern manche dieser Bilder an naive Kritzeleien - doch sind sie allesamt geprägt durch persönliche Empfindungen. Zunächst unverständliche Anspielungen erweisen sich als schmerzhafte Auseinandersetzungen mit Drogenerfahrungen und den Erlebnissen und Ängsten, die damit einhergehen. Diese Werke sind öffentliche Bildzeichen und zugleich private Niederschriften. Weil sie wegen ihrer Nähe zu bekannten Bildmustern der Pop-Art, der Werbung, aber auch zu kindlichen Malereien auf den ersten Blick vertraut anmuten, ermöglichen sie einen anscheinend leichten Zugang. Weil sie aber in ihren unvertrauten Anspielungen und ihrer kompositionellen Bildanordnung befremdlich wirken, wecken sie unsere Neugier. Aus zwei Privatsammlungen haben wir Arbeiten geliehen, die sich zu einer auf den Ausstellungsraum genau abgestimmten Hängung ergänzen. Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturbüro und ReproTerminal.


Sonntag, 26. Mai 2019, 18 Uhr
Finissage und Sammlergespräch
Douglas Kolk: NOWHERE AGAIN

Zusammen mit den beiden Sammlern Florian Peters-Messer und Hans-Georg Lobeck wollen wir die Ausstellung NOWHERE AGAIN ausklingen lassen und dabei noch einmal auf den außergewöhnlichen, viel zu früh verstorbenen New Yorker Künstler eingehen. Wir wollen einerseits in einem offenen Sammlergespräch die Motivation der beiden Kunstenthusiasten, solche Bilder zu sammeln, befragen. Schließlich ist es schon bemerkenswert, dass in Viersen und in Wuppertal zwei beachtliche Konvolute der Arbeiten von Kolk zusammengetragen worden sind. Andererseits wollen wir aber auch den künstlerischen Rang dieses begnadeten Zeichners, dessen Name ohne Übertreibung zusammen mit Elisabeth Peyton und Raymond Pettibon genannt werden darf, erklären und würdigen. Mitglieder des Kunstverein Ruhr, Freundinnen und Freunde und alle Kunstinteressierten sind herzlich zu dieser letzten Begehung der Ausstellung, zu einem anregenden Gedankenaustausch und zu einem Glas Wein eingeladen. Eintritt frei.


Mittwoch, 5. Juni 2019, 18 Uhr
Kunstmuseum Bochum
Feeling Called Love

Mitten in der Woche besuchen wir eine ungewöhnliche, sehr persönliche Ausstellung und kommen mit einem besonderen Sammler ins Gespräch. Seit seiner Schulzeit in den frühen 1960er Jahren entwickelte Wolfgang Schoppmann eine Sammelleidenschaft, die alle Gattungen der Kunst umfasst. Seine Passion lässt er im Laufe seines Lebens zur Profession werden – auf diese Weise erklärt sich auch der Titel der Ausstellung „Feeling Called Love“ in Anlehnung an den Song der Punkband WIRE. In fünfzig Jahren Sammeltätigkeit hat dieser bibliophile Kunstenthusiast eine Sammlung zusammengetragen, die Kunst, Literatur und ästhetische Kuriosa umfasst und sich wie ein Selbstporträt lesen lässt. Schrille, provozierende, hintergründige, aber auch sehr leise künstlerische Formulierungen finden sich medienübergreifend in diesem Lebenswerk, welches durchgängig von einer sanften Melancholie geprägt ist. Die Ausstellung umfasst über die bildende Kunst hinaus auch andere „Objekte der Begierde“ dieses undogmatischen Sammlers – wie nur noch selten zu findende Plattencover, skurrile Alltagsgegenstände und religiöse Objekte. Es finden sich in der Ausstellung Werke von Gustav Kluge, Felix Droese, Jürgen Kramer, Norbert Schwontkowski, Marilyn Minter, Cindy Sherman, Marlene Dumas, Jonas Burgert, Marianna Gartner, Blalla W. Hallmann und vielen anderen. Wir treffen uns mit Wolfgang Schoppmann im Museum. Anmeldung bei Frau Aderholz, Unkostenbeitrag 10.-€.


Sonntag, 16. Juni 2019, 12 Uhr
Ausstellungseröffnung
Thomas Rentmeister
PUTPUTPUT – setzenstellenlegen

Das plastische Werk des in Berlin lebenden und in Braunschweig lehrenden Thomas Rentmeister zeichnet sich durch seinen unorthodoxen, wie auch höchst sensiblen Einsatz von Materialien aus. Bekannt wurde er durch die sinnstiftende Verwendung von Alltagsmaterialien wie Penaten Creme, Nutella und Corn Flakes (!) sowie durch die überzeugende skulpturale Verwendung ausgedienter weißer Kühlschränke. Immer entsteht dabei eine neue überraschende Sinndimension, welche auf den vertrauten Gegenständen und Materialien aufbaut und uns doch einen bisher verborgenen Zugang zur Welt eröffnet. Thomas Rentmeister plant eine auf den Raum und seine innerstädtische Lage bezogene Installation aus Streckmetall. Dieses in der Baubranche übliche Material erlaubt ihm den Raum völlig neu zu definieren. Es glänzt silbrig, lässt sich in alle Richtungen biegen und formen und entwickelt so eine sowohl raumgreifende, wie zugleich, transparent - luftige, fast filigrane Präsenz. Diese etwa die Hälfte des Raumes füllende und ästhetisch dominierende Installation wird für die den Ausstellungsraum betretenden Betrachterinnen und Betrachter zu einem ein besonderen Erlebnis, Sie ermöglicht aber auch nach den offiziellen Öffnungszeiten des Kunstvereins einen Einblick in den bis in die Nacht erleuchteten Schaufensterraum, der bei zufälligen Passanten Erstaunen hervorrufen wird. Ausstellungsdauer bis 8. September 2019. Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturbüro der Stadt Essen, Allbau Stiftung und ReproTerminal


Samstag, 29. Juni, 11 Uhr
Penny Hes Yassour – Temp EST
Kunsthalle Recklinghausen

Für die Kunsthalle Recklinghausen hat die israelische Künstlerin Penny Hes Yassour aus Anlass der Ruhrfestspiele dem Theater verwandte narrative Räume entworfen, die unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit in Frage stellen. Sie erzählt Geschichten und hält dabei Geschichte wach. Besucherinnen und Besucher werden durch Landschaftsszenarien geführt, welche wie Erinnerungsräume auf Sinne und Verstand zugleich wirken. Geschichte und Gegenwart gehen ineinander über, Natur und kulturell überformte Landschaften werden politisch aufgeladen und verlieren ihre vermeintliche Unschuld, ohne dass dabei Geschichte Gefahr läuft, durch Kunst illustriert oder gar verklärt zu werden. Wir dürfen durchaus auf besondere ästhetische Erfahrungen gespannt sein. Penny Hes Yassour lebt und arbeitet im Kibbutz Ein Harod (Ihud) in Galiläa. Die Documenta Teilnehmerin lehrt an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Lehraufträge an der Hafen City Universität Hamburg – Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung und am Bard College Berlin kamen hinzu. Und für eine Neuinszenierung von Shakespeares „Der Sturm“ am Theater Freiburg entwarf sie das Bühnenbild. Anmeldung bei Frau Aderholz, eigene Anreise, Unkostenbeitrag 10,- €.


Mittwoch, 10. Juli 2019, 18 Uhr
im Forum am Kopstadtplatz
Mitgliedervollversammlung

Zu dieser (einmal im Jahr obligatorischen) Abendveranstaltung laden wir Sie noch gesondert ein und schicken Ihnen die ausgearbeitete Tagesordnung. Wie in den letzten Jahren planen wir auch dieses Mal im Anschluss gegen 19 Uhr einen Vortrag zur zeitgenössischen Kunst, auf den Sie gespannt sein dürfen.


Freitag, 18. bis Sonntag, 20. Oktober 2019
58. Biennale Venedig
Reise des Kunstverein Ruhr in Kooperation mit dem Kunstring Folkwang

May You Live in Interesting Times, lautet das Motto der 58. Biennale und formuliert einen durchaus hohen Anspruch. Kurator Ralph Rugoff erläutert sein Konzept: "In einer Zeit, in der die digitale Verbreitung gefälschter Meldungen und 'alternativer Fakten' den politischen Diskurs und das Vertrauen, von dem dieser abhängt, zersetzt, sollten wir innehalten, wann immer dies möglich ist, um unsere Aufgabenstellung zu überdenken.“ Wir widmen uns 3 Tage lang den Präsentationen in den Giardini, im Arsenale und an den verschiedensten Orten der Stadt, lassen aber andere bedeutende Sehenswürdigkeiten der Serenissima nicht außen vor. Mit auf dem Programm stehen auch der Palazzo Fortuny, die Punta della Dogana, der Palazzo Grassi (Ausstellung Luc Tuymans) und andere Orte, an denen Gegenwartskunst zu finden ist. Mit einem 3-Tagesticket ist man zudem mit dem Vaporetto genauso schnell wie die Venezianer an Ort und Stelle. Und dass man nach getaner Arbeit in der Lagunenstadt hervorragend zu Abend essen kann, sollte auch bekannt sein - es kommt auf die Auswahl der Restaurants an. Schließlich geht es dabei um einen angemessenen Ausgleich für 3 randvolle Tage intensiver Kunstarbeit. Es sind noch ganz wenige Plätze frei. Anmeldungen bei Frau Aderholz.


Vorblick auf den Spätsommer: Samstag, 21. September 2019, 11 Uhr

Künstlergespräch mit Paul Schwer im Nordstern-Museum Gelsenkirchen. Anmeldungen schon jetzt bei Frau Aderholz


Zum Schluss noch einige lohnende Ausstellungstipps aus der Umgebung:
Museum Folkwang Nancy Spero 7. Juni bis 25. August 2019
UG im Museum Folkwang Kunstakademie Düsseldorf, Klasse Katharina Fritsch 10. Mai bis 16. Juni 2019
Neuer Essener Kunstverein Megan Francis Sullivan: Begegnungsbilder bis 14. Juli 2019
Kunsthalle Düsseldorf Megan Rooney 18. Mai bis 11. August 2019
K21 Düsseldorf Ed Atkins bis 16. Juni 2019
Kunsthaus Essen Renate Neuser / Peter Puklus bis 12. Mai 2019
Quadrat Bottrop Ulrich Erben: Festlegung des Unbegrenzten, Eröffnung 2. Juni, 11.30 Uhr 2. Juni bis 1. September 2019
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