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Samstag, 2. Dezember 2017
Tagesreise nach Wassenaar und Den Haag

In Wassenaar (nördlich von Den Haag) gibt es ein bemerkenswertes neues Museum für Gegenwartskunst. Die Privatsammlung von Joop van Caldenborgh erhielt hier ihr neues, in der Natur gelegenes, lichtes Domizil. Wir besuchen die Sonderausstellung Tussentijd (Zwischenzeit), die sich mit dem Thema Zeit in der bildenden Kunst beschäftigt. Namen wie Louise Bourgeois, Anselm Kiefer, Alicija Kwade, Mona Hatoum, Michelangelo Pistoletto und andere formieren eine unverwechselbare und nach internationalen Maßstäben bedeutsame Themenausstellung. Im nahegelegenen Den Haag gibt es neben Regierungsgebäuden und eleganten Palais auch bedeutende Museen! Wir besuchen das Mauritshuis mitten in der Stadt. Und wenn noch Zeit bleibt, auch das Haagse Gemeentemuseum mit der Ausstellung über die Avantgardebewegung De Stijl. Fahrt mit dem Bus, Abfahrt 7.00 Uhr, Rückreise ab Den Haag: 18 Uhr, Ankunft in Essen: ca. 21 Uhr. Preis bei mind. 10 Teilnehmern inklusive Eintritt und Führung 100 €. Bei mehr Teilnehmern wird’s günstiger. Anmeldung bei Frau Aderholz.


Samstag, 9. Dezember 2017, 18 Uhr
Ausstellungseröffnung
Sibylle Springer
SHOOT THE FREAK

Die in Berlin lebende Malerin Sybille Springer zeigt neue großformatige Bilder in Acryl auf Leinwand, die nur auf den ersten Blick wie ungegenständliche Malerei anmuten. Allmählich entdeckt man innerhalb der malerischen Textur vielfältige Formen und Figurationen, die einen staunen, aber bisweilen auch erschrecken lassen. Diese malerisch hochentwickelten Bilder pendeln zwischen Zeigen und Verbergen, zwischen Schönheit und Schrecken, Geschichte und Gegenwart, Tradition und Neuerung. Das Zwiespältige, Vage, die Zwischentöne sind das, was Sibylle Springer laut eigener Aussage reizt. Am Ende spüren die Betrachter, dass Vieles von dem, was sie diesen Bildern sehen, auch in aus ihrem Innern und zugleich aus dem kollektiven Bildgedächtnis entspringt: Das Betrachten dieser Sinne und Verstand herausfordernden Malerei gerät in diesem Sinne zu einer ästhetischen Erfahrung in der Sehen und Denken gleichermaßen gefordert und belohnt werden. Die Künstlerin ist anwesend. Es erscheint eine exklusive Edition.


Samstag, 16. Dezember 2017
Tagesfahrt nach Bochum
Besuch der Ausstellung „Doing Identity“
Sammlung Reydan Weiss

Die Ausstellung „Doing Identity“ vereinigt Bilder und Skulpturen, die auf sinnliche provokante Weise Fragen der Identität, der gesellschaftlichen Rollenzuschreibung, aber auch existenzieller Bereiche wie Leben und Tod nachgehen. Präsentiert werden Höhepunkte aus der Sammlung der türkischstämmigen Sammlerin Reydan Weiss: Sie wurde in Istanbul geboren, ist in Jordanien aufgewachsen, in Jerusalem zur Schule gegangen und kam als junge Frau nach Deutschland. Die Tatsache, dass sie Zugang zu mehreren Kulturkreisen hat, macht die Ausstellung zu einem Erlebnis, das den Blick weit über den europäischen Tellerrand auf die Welt zu richten vermag. Neben namhaften Künstlerinnen und Künstlern wie Cindy Sherman, Natalie Djurberg, Bettina Rheims, aber auch Gerhard Richter, Anselm Kiefer und Robert Longo zeigt die Ausstellung viele überraschend neue Werke, darunter afrikanische, ozeanische, chinesische, japanische, lateinamerikanische und karibische Positionen. Der Umgang mit und das Aushalten von kulturellen und individuellen Unterschieden, von Tradition und Moderne sind zentrale Themen. Beispiele dafür sind die wechselnden fotografischen Identitäten von Cindy Sherman, die befremdlichen Gestalten von Charles Fréger und die bedrohliche, in eine Burka gehüllte Gestalt von Mircea Suciu. Preis; 20 Euro, Anmeldung bei Frau Aderholz. Anfahrt, z.B. mit der Deutschen Bahn.

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