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28. Mai bis 3. September 2017
Dieter Kiessling
PEOPLE IN MIRRORS ARE CLOSER THAN THEY APPEAR

Der Düsseldorfer Medienkünstler Dieter Kiessling hat 2013 eine großformatige Fotoserie begonnen, die als Work in Progress fortgesetzt wird. Er portraitiert darin Menschen auf besondere Weise, indem er sich zusammen mit dem oder der Portraitierten in einen großen Spiegel hinein ablichtet. So aber zeigt die Fotografie nicht nur zwei Menschen gleichzeitig, sondern auch etwas Wesentliches von ihrem Zustandekommen: Blick und Gegenblick, die Beziehung des Künstlers zum Portraitierten und natürlich auch die Kamera, die als dritte Komponente automatisch mit ins fast lebensgroße Spiegel-Bild kommt. Doch dies ist noch nicht alles: Dieter Kiessling legt die Größe der Portraits so an, dass die beiden Portraitierten etwa 90 Prozent ihrer wirklichen Größe erhalten. Auf diese Weise können sie wie ein reales Gegenüber wahrgenommen werden, das sich in einer gewissen Entfernung vor uns befindet und uns anblickt. Es sieht ganz so aus, als würden wir aus dem Bild heraus nicht nur angesehen, sondern auch fotografiert. So aber treffen sich die Blicke mehrfach: im Spiegel, in der Kamera und in den Betrachtern, die sich real vor den Bildern befinden und aus diesen heraus betrachtet bzw. fotografiert werden. Gezeigt werden etwa 10 neuere Arbeiten dieser Serie im bis in die Nacht erleuchteten, einsehbaren Schaufensterraum des Kunstvereins.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Essen. Elektro Decker und reproTerminal.


Freitag, 7. Juli, 19 Uhr
Peter Friese:
Einführung in das Werk von Dieter Kiessling im Rahmen des Kulturpfadfestes

An diesem Freitagabend werden viele Kulturinteressierte unterwegs sein. Unter www.kulturpfadfest.de können Sie das vielfältige Programm in Essen, der Grünen Hauptstadt Europas finden. Natürlich kann man davon Vieles, aber nicht alles gleichzeitig wahrnehmen. Um 19 Uhr wird Peter Friese, der künstlerische Leiter des Kunstverein Ruhr alle Interessierten in das Werk des Düsseldorfer Medienkünstlers Dieter Kiessling einführen. Damit man über diese besondere Kunstform der Fotografie besser ins Gespräch kommt, lädt er diejenigen, die dieses kostenlose Angebot annehmen, zu einem Glas Wein (oder auch einem alkoholfreien Getränk) ein.

Beginn 19 Uhr, Ende ca. 19.30 Uhr.


Samstag, 8. / Sonntag 9. Juli 2017
documenta 14, Kassel

Das mehrdeutige Gesamtmotto der documenta 14 lautet: „Von Athen lernen“. Nach dem Start in Athen im April hat nun am 10. Juni 2017 die Kasseler Etappe dieser Ausstellung begonnen, welcher sich der Kunstverein Ruhr mit einer 2-tägigen Reise widmet. Künstler aus aller Welt treffen sich wieder in Kassel und präsentieren eine Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Es geht um Skulpturen, Installationen, Performances, Malerei, Fotografie, Filme, wie auch andere experimentelle Verfahren in den Feldern von Ästhetik, Kunst, Politik, Literatur, Wissenschaft und Ökologie. Die sehr unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen von Kassel und Athen wirken sich natürlich auch auf den Entstehungsprozess der Ausstellungen aus und inspirieren und prägen jedes einzelne Kunstwerk. Mit anderen Worten: auch in Kassel wird es ein künstlerisches Echo auf Athen geben, dem wir uns intensiv widmen wollen. Neben dem Fridericianum, der Documenta-Halle, dem Ottoneum, der Neuen Galerie werden mehrere andere, bislang noch nicht der Kunst gewidmete Gebäude und Plätze zu den Austragungsorten der 14. documenta. Wir dürfen auf ein abwechslungsreiches Wochenende gespannt sein. Anreise mit der Bahn. Gemeinsames Abendessen. Hotelübernachtung.


Dienstag, 11. Juli 2017, 19 Uhr
Mitgliederhauptversammlung
Im Anschluss gegen 20 Uhr:
Proof of Life / Lebenszeichen in der Kunst
Ein Vortrag von Peter Friese

Der Turmbau zu Babel als Massaker. Der Künstler als toter Revolutionär. Ein gotisches Fenster aus Schmetterlingsflügeln – Es geht um über 100 Gemälde, Skulpturen und Fotoarbeiten aus einer Privatsammlung, die auf sinnliche und zugleich sinnstiftende Weise existentiellen Fragestellungen nachgehen. Das, was sie zeigen, knüpft an eine zum Teil weit zurückreichende Tradition wirkmächtiger Bilder an. Sie zitieren, verführen, irritieren, provozieren und thematisieren zugleich moralische Wertvorstellungen. Dazu gehört die Aufforderung, das Gesehene nicht nur historisch zu verorten, sondern auch ganz konkret auf die Gegenwart zu beziehen. Der Vortrag widmet sich einer den Bildern und Skulpturen innewohnenden Wirkmacht, welche tiefere Erkenntnisse keineswegs ausschließt, sondern geradezu fördert. Deshalb lassen uns diese Werke nicht in sprachloser Ehrfurcht erstarren, sondern lösen Verwunderung, Fragen und Zweifel aus, die wir unmittelbar auf die Gegenwart beziehen. Warum Kunst so etwas kann und wieso bestimmte uralte Motive nicht museal erstarrt, sondern weiterhin sehr lebendig sind, bilden dabei zentrale Fragen. Eintritt frei.

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