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Noch bis 18. Januar 2009
Liza Nguyen
Souvenirs du Vietnam – Fotografien / Installation
Auf den ersten Blick erinnern diese in verschiedenen Ockertönen gehaltenen Fotos von Erdproben der in Köln und Paris lebenden Künstlerin an Arbeiten der „Spurensicherer“ der 1970er Jahre. Unbestritten „schön“ sind die in runden Anhäufungen aufgenommenen Naturfragmente und frappierend die brillante Schärfe der stark vergrößerten Aufnahmen. Die insgesamt 19 Aufnahmen, von denen 16 im Ausstellungsraum am Kopstadtplatz präsentiert werden, sind das Resultat einer Reise, die Liza Nguyen 2004 nach Vietnam, in die Heimat ihres Vaters unternahm. Es ging ihr darum, einen Teil ihrer eigenen Geschichte zu recherchieren, doch immer wieder traf sie wie von selbst auch auf kollektive, das Weltgeschehen markierende Zusammenhänge. Die auf den ersten Blick so schönen Erdproben erweisen sich als Material, das von historischen Plätzen und Landstrichen, insgesamt von Orten stammt, welche im Vietnamkrieg der 1960/70er Jahre eine zum Teil tragische Rolle gespielt haben. Das Benennen dieser Orte gehört ebenso zur kompletten ästhetischen Erfahrung, wie auch eine Postkartenserie, die sie vervollständigt. Die Künstlerin wird anwesend sein, es ist ein Katalog erschienen. Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturbüro der Stadt Essen und die FiggevonRosen Galerie. Dank auch an Ricarda Fox.

Samstag 24. Januar 2008
Diana und Aktaeon - ein Tag in Düsseldorf
Eigene Anreise, Anmeldung bei Frau Aderholz
Das Museum Kunstpalast zeigt die viel beachtete Ausstellung „Diana und Aktaeon - der verbotene Blick auf die Nacktheit.“ Ausgehend von einem bei Ovid beschriebenen brisanten Tabubruch, für den der arme Aktaeon grausam bestraft wurde, wollen wir der Frage nach der Nacktheit in der Kunst auf kulturgeschichtlichen Pfaden nachgehen. Herausragende Werke von Araki, Bacon, Breughel, Cranach, Delacroix, Dumas, Klossowski, Picasso, Rembrandt, Rubens, Sherman und anderen bieten auch für sich gesehen schon Anlass genug, nochmal in die Nachbarstadt zu fahren. Die Galerie Konrad Fischer zeigt auf etwas anderer Ebene ebenso provokante (pro-vocare = hervor-rufen) Arbeiten des Mönchengladbacher Künstlers Gregor Schneider - (dessen Installation „END“ noch im Museum Abteiberg in Mönchen-gladbach bis zum Sommer 2009 zu sehen, – nur für Einzelbesucher betretbar ist). Nach einem gemeinsamen Mittagessen besuchen wir noch andere interessante Galerien, so dass der Tag angefüllt mit lohnenden Kunsterlebnissen und Debatten sein wird. (Kosten inkl. Eintritt 35.-€)

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 8. Februar 2009, 12 Uhr
JÜRGEN PAAS
HYPERARCHIV
8. Februar bis 5. April 2009

Die auf den ersten Blick an die Serialität, Geometrie und die Form- und Farbauffassung der Minimal Art erinnernden Arbeiten von Jürgen Paas verstehen sich in ihrer Systematik als Depot und Archiv. So gesehen stehen die zum großen Teil monochrom gefassten Flächen, die oft auch in mehreren Schichten hintereinander präsentiert werden, für eine Art Vorratskammer, ein Aggregat von Bildern und im übertragenen Sinne für eine „Bildreserve“, vergleichbar mit einem Ideenspeicher. Es geht Jürgen Paas in der Tat um eine Kunst, die in sich selbst die Möglichkeiten und die Bedingungen von Malerei untersucht und auf eigenwillige Weise veranschaulicht. Paas plant den gesamten Raum mit Hilfe einer dichten Hängung solcher Elemente, die in der Regel aus pulverbeschichteten, farbigen Stahlblechen bestehen, in eine Art Bildspeicher zu verwandeln. Dass dies auch auf übertragener Ebene sowohl als Referenz gegenüber monochromer Malerei verstanden werden kann und gleichzeitig als Kritik an einer nicht nur durch künstlerische Produktion verursachten Bilderflut, ist nur eine Ebene des Verstehens unter mehreren. Eine andere eröffnet sich in der Tat allen unvoreingenommenen Betrachtern und Passanten, die sich auf diesen merkwürdigen, an das Innere einer riesigen, allerdings sehr farbigen Autobatterie erinnernden Raumeindruck einlassen. Achten Sie bitte auf die besondere Einladung.


Samstag 21. Februar 2008
Museum DKM - ein Tag in Duisburg
Eigene Anreise, Anmeldungen bei Frau Aderholz

Am 22. Januar wird das private Museum DKM eröffnet. Unter dem Titel ″Linien stiller Schönheit″ wird ein erster Teil der Sammlung alter und neuer Kunst zu sehen sein.

Internationale Kunst der Gegenwart – Skulpturen, Malerei, Zeichnungen, druckgrafische Folgen und installierte Räume – Reisefotografien aus dem 19. Jahrhundert, Paravents aus der japanischen Edo Periode, buddhistische Skulpturen aus Gandhāra und epochen- übergreifendes Kunstgewerbe umfasst die Sammlung von Dirk Krämer und Klaus Maas. Im Museum DKM finden über 700 Werke und Artefakte ihrer Sammlung aus zeitlich, kulturell und geografisch höchst unterschiedlichen Zusammenhängen auf über 2.600qm Ausstellungsfläche in mehr als 50 individuell dimensionierten Räumen zusammen. Der Titel dieser ersten Sammlungspräsentation ″Linien stiller Schönheit″ ist zugleich Programm: alle Werke der Sammlung DKM wollen in Stille geschaut oder ersehen werden. Künftig wird es im Museum DKM neben der ständigen Sammlungsschau Wechselausstellungen geben.

Das Gebäude wurde nach Entwürfen der Schweizer Architekten Egli, Rohr und Partner auf einem Industriegrundstück der 60er Jahre in der Duisburger Innenstadt realisiert.
(Kosten inklusive Eintritt 35.-€)


Ausblick auf April
Sonntag, 26. April 2008, Treffpunkt 12.00 Uhr
ART COLOGNE
Ein Rundgang  (Anmeldungen bei Frau Aderholz)

Vom 22. bis 26. April 2009 öffnet die 43. ART COLOGNE - Internationaler Kunstmarkt in Köln ihre Tore. Fünf Tage zeigen rund 180 Galerien aus dem In- und Ausland Kunst der Klassischen Moderne, Kunst nach 1945 sowie moderne und zeitgenössische Kunst. Vertreten sind Malerei, Skulptur und Installationen, Video und Photographie, Arbeiten auf Papier sowie Editionen und Multiples. So reflektiert die ART COLOGNE die Vielfalt des Kunsthandels in Europa und Übersee auf hohem Niveau. In diesem Jahr geht die ART COLOGNE erstmals in Halle 11 an den Start. Unmittelbar am neuen Südeingang gelegen zeigt die Kunstmesse wieder ihr Gesicht der Stadt – mit einem angemessenen architektonischen Ambiente und einer optimierten Anbindung für Besucher und Aussteller. Die Galerien der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst stellen ihr Programm auf der ersten Ebene vor, die zeitgenössische Kunst präsentiert sich gemeinsam mit den erfolgreichen Formaten Open Space und New Contemporaries auf der zweiten Ebene. (Kosten inklusive Eintritt 39.-€)


Sonntag, 5. April 2009, 12.00 Uhr
Finissage
JÜRGEN PAAS
HYPERARCHIV

Letzte Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung!!!
Die auf den ersten Blick an die Serialität, Geometrie, die Form- und Farbauffassung der Minimal Art erinnernden Arbeiten von Jürgen Paas verstehen sich in ihrer Systematik als Depot und Archiv. So gesehen stehen die zum großen Teil monochrom gefassten Flächen, die oft auch in mehreren Schichten hintereinander präsentiert werden, für eine Art Vorratskammer, ein Aggregat von Bildern und im übertragenen Sinne für eine „Bildreserve“, vergleichbar mit einem Ideenspeicher. Es geht Jürgen Paas in der Tat um eine Kunst, die in sich selbst die Möglichkeiten und die Bedingungen von Malerei untersucht und auf eigenwillige Weise veranschaulicht. Paas hat den gesamten Raum mit Hilfe einer dichten Hängung und skulpturalen Füllung solcher Elemente in eine Art Bildspeicher verwandelt. Zusammen mit dem Künstler wollen wir uns zum letzten Mal in der Ausstellung treffen und auf die Frage eingehen, ob und inwieweit Kunst Bezugssystem und Gedächtnisspeicher sein kann. Für Getränke wird gesorgt sein und von der Edition, den Objekten aus verzinktem Stahlblech, können noch einige Exemplare von Ihnen gekauft werden.


Sonntag, 26. April 2009, Treffpunkt 12.00 Uhr
ART COLOGNE
Ein Rundgang

Vom 22. bis 26. April 2009 öffnet die 43. ART COLOGNE – Internationaler Kunstmarkt in Köln ihre Tore. Fünf Tage zeigen rund 180 Galerien aus dem In- und Ausland Kunst der Klassischen Moderne, Kunst nach 1945, sowie moderne und zeitgenössische Werke. Vertreten sind Malerei, Skulptur und Installationen, Video und Photographie, Arbeiten auf Papier sowie Editionen und Multiples. So reflektiert die ART COLOGNE die Vielfalt des Kunsthandels in Europa und Übersee auf hohem Niveau. In diesem Jahr geht die ART COLOGNE erstmals in Halle 11 an den Start. Unmittelbar am neuen Südeingang gelegen, zeigt die Kunstmesse wieder ihr Gesicht der Stadt – mit einem angemessenen architektonischen Ambiente und einer optimierten Anbindung für Besucher und Aussteller. Die Galerien der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst stellen ihr Programm auf der ersten Ebene vor, die zeitgenössische Kunst präsentiert sich gemeinsam mit den erfolgreichen Formaten Open Space und New Contemporaries auf der zweiten Ebene. Wir bewegen uns frei in den Hallen, gehen aber auch ganz gezielt auf Galeristen zu, die gern Rede und Antwort stehen. Um an der Exkursion teilzunehmen, melden Sie sich bitte bei Frau Aderholz an. Die Kosten betragen, inklusive Eintritt, 39 Euro (bei eigener Anreise).


Ausstellungseröffnung
Samstag, 9. Mai 2009, 18.00 Uhr
Sandra Peters
MODIFIKATION - STETIG STEIGENDE STEINE
Rauminstallation

Die in Berlin lebende Sandra Peters hat speziell für den Ausstellungsraum am Kopstadtplatz eine aufwändige und zugleich sehr klare Installation entworfen. Sie ummantelt die beiden Pfeiler im Raum mit runden Backsteinummauerungen, wie man sie von den markanten Schornsteinen des Schlosses Cecilienhof in Potsdam her kennt. Das Auffälligste an ihnen ist der an eine Doppelhelix erinnernde spiralförmige Verlauf der speziell für die Ausstellung hergestellten Ziegelsteine. Damit werden zwei in sich etwas orientalisch wirkende, durchaus „höfisch“ zu verstehende, aber auch etwas wie Industrieschornsteine anmutende Muster von Potsdam nach Essen transferiert. Formal werden durch diese Maßnahme die (runden) Säulen am Fenster des Raumes wieder aufgenommen und die gemauerten Pfeiler der Pergola auf dem Platz beantwortet. Kennt man die historische Rolle des Schlosses in Bezug auf die deutsche Geschichte, entsteht wiederum eine ganz neue Sinnebene. Der so entstehende vollkommen neue Raumeindruck, der sowohl vom Platz her, als auch aus nächster Nähe (nämlich im Sinne der Materialität der in Potsdam hergestellten Backsteine) im Raum wahrnehmbar ist, ist nicht unbedingt an Vorwissen gekoppelt, um als wirkmächtiges und Gedanken anregendes Bild bei Betrachtern und Passanten hängen zu bleiben. Die Künstlerin ist am Tag der Vernissage anwesend. Zur Ausstellung erscheint eine Edition. Ausstellungsdauer: 10. Mai bis 30. August 2009. Selbstverständlich erhalten Sie eine gesonderte, exklusive Einladung.


Ausstellungseröffnung
Samstag, 9. Mai 2009, 18.00 Uhr
Sandra Peters
MODIFIKATION - STETIG STEIGENDE STEINE
Rauminstallation

Die in Berlin lebende Sandra Peters hat speziell für den Ausstellungsraum am Kopstadtplatz eine aufwändige und zugleich sehr klare Installation entworfen. Sie ummantelt die beiden Pfeiler im Raum mit runden Backsteinummauerungen, wie man sie von den markanten Schornsteinen des Schlosses Cecilienhof in Potsdam her kennt. Das Auffälligste an ihnen ist der an eine Doppelhelix erinnernde spiralförmige Verlauf der speziell für die Ausstellung hergestellten Ziegelsteine. Damit werden zwei in sich etwas orientalisch wirkende, durchaus „höfisch“ zu verstehende, aber auch etwas wie Industrieschornsteine anmutende Muster von Potsdam nach Essen transferiert. Formal werden durch diese Maßnahme die (runden) Säulen am Fenster des Raumes wieder aufgenommen und die gemauerten Pfeiler der Pergola auf dem Platz beantwortet. Kennt man die historische Rolle des Schlosses in Bezug auf die deutsche Geschichte, entsteht wiederum eine ganz neue Sinnebene. Der so entstehende vollkommen neue Raumeindruck, der sowohl vom Platz her, als auch aus nächster Nähe (nämlich im Sinne der Materialität der in Potsdam hergestellten Backsteine) im Raum wahrnehmbar ist, ist nicht unbedingt an Vorwissen gekoppelt, um als wirkmächtiges und Gedanken anregendes Bild bei Betrachtern und Passanten hängen zu bleiben. Die Künstlerin ist am Tag der Vernissage anwesend. Zur Ausstellung erscheint eine Edition. Ausstellungsdauer: 10. Mai bis 30. August 2009. Selbstverständlich erhalten Sie eine gesonderte, exklusive Einladung.


Samstag, 16. Mai 2009, ca. 15.00 Uhr
Ein Nachmittag in Unna
Zentrum für internationale Lichtkunst

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. In der ehemaligen Lindenbrauerei eröffnet, findet die Lichtkunst hier eine Präsentationsfläche, wie sie faszinierender und wirkungsvoller nicht sein könnte. Die Dauerausstellung umfasst Werke von den Kunstgrößen Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Rebecca Horn, Josef Kosuth, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Mario Merz, François Morellet, Jan van Munster und Keith Sonnier. Doch es gibt noch einen besonderen Höhepunkt: Dem 1943 in Los Angeles geborenen James Turrell ist eine Sonderausstellung gewidmet. Turell gilt als der einflussreichste Lichtkünstler der Gegenwart. In seiner Arbeit verdichten sich Licht und Raum zu Erfahrungsprozessen, die in sich die Grundbedingungen ästhetischer Wahrnehmung reflektieren. Anlässlich der Eröffnung der Dauerinstallation „Third Breath" für das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna führt die Ausstellung „James Turrell – Geometrie des Lichts" ausgewählte Werke zusammen, die modellhaft wichtige Positionen seines Lebenswerkes benennen. Zum Empfang der Gruppe des Kunstvereins gibt es noch eine besondere Überraschung. Melden Sie sich bitte bereits heute bei Frau Aderholz an!


Samstag, 6. Juni 2009
Ein Tag im Kröller-Müller Museum

Das Kröller-Müller Museum liegt als Kunstmuseum inmitten des Naturparks Hooge Veluwe nahe der Ortschaft Otterlo. Allein die 87 Gemälde von Vincent van Gogh, lohnten schon einen Besuch, wenn nicht noch der grandiose Skulpturenpark und die hier kultivierte Beziehung „Kunst und Natur“ einzigartig wären. Wir können zu Fuß, aber auch mit dem im Eintrittspreis enthaltenen weißen Fahrrad sowohl die Landschaft, als auch die Kunst in vollen Zügen genießen. Neben bedeutenden Gemälden und Skulpturen anderer internationaler Künstler zeigt das Museum eine große Ausstellung von herman de vries, mit dessen Werk der Kunstverein seit Beginn seiner Ausstellungsreihe eng verbunden ist:
http://www.kunstvereinruhr.de/ausstellungen/1993-hermandevries.shtml
http://www.kunstvereinruhr.de/jahresgaben/1993-hermandevries.shtml
In herman de vries’ Werk werden Natur und Kunst geradezu identisch und wir werden uns intensiv dieser Ausstellung widmen. Fahrt mit dem Reisebus. Anmeldungen und Preise erfahren Sie von Frau Aderholz.


Mittwoch, 1. Juli 2009, 19.30 Uhr
Mitgliederversammlung
(es folgt eine gesonderte Einladung)
20.15 Uhr Vortrag von Peter Friese
„Gerhard Richter und die Romantik“

Immer wieder taucht in Gerhard Richters Malerei Natur als Landschaft auf, und es stellt sich die Frage, ob er mit diesen gegenständlichen Bildern bewusst einen Bezug zur Tradition der Deutschen Romantik um 1800 herstellen wollte. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass Richters Landschaften nicht auf ein religiöses Naturverständnis, sondern auf Fotografien – meist sogar auf eher unscheinbare, beiläufige Landschaftsausschnitte – zurückgreifen. Wie Urlaubsfotos muten sie bisweilen an, wie zufällige, schon einmal gesehene Bilder von Natur, welche hier keineswegs geheimnisvoll symbolisch erhöht und zum Bedeutungsträger innerer Erfahrungen gemacht wird. Natur erscheint hier als eine durch die Fotografie vermittelte, als eine durch Wirtschaft und Verkehr längst erschlossene Der Vortrag baut auf den Thesen der 1994 im Kunstverein gezeigten Ausstellung Richters auf und erweitert sie durch Beispiele jüngerer Künstler.


Rauminstallation – bis 30. August 2009
Ausstellung über die gesamte Sommerpause
Sandra Peters
MODIFIKATION - STETIG STEIGENDE STEINE

Die in Berlin lebende Sandra Peters hat für den Ausstellungsraum am Kopstadtplatz eine aufwändige und zugleich sehr klare Installation entworfen. Die beiden Pfeiler im Raum wurden mit runden Backsteinummauerungen ummantelt, wie man sie von den markanten Schornsteinen des Schlosses Cecilienhof in Potsdam her kennt. Das Auffälligste an ihnen ist der an eine Doppelhelix erinnernde spiralförmige Verlauf der speziell für die Ausstellung hergestellten Ziegelsteine. Damit werden zwei in sich etwas orientalisch wirkende, durchaus „höfisch“ zu verstehende, aber auch etwas wie Industrieschornsteine anmutende Muster von Potsdam nach Essen transferiert. Der so entstandene Raumeindruck wird sowohl vom Platz her durch das Schaufenster als auch aus nächster Nähe (nämlich im Sinne der Materialität der Backsteine) im Raum wahrnehmbar und ist nicht unbedingt an Vorwissen gekoppelt, um als wirkmächtiges und Gedanken anregendes Bild bei Betrachtern und Passanten hängen zu bleiben. Die Künstlerin hat für die Mitglieder und Freunde des Kunstvereins eine Edition herausgegeben, die aus einem speziell hergestellten, nummerierten und signierten Ziegelstein besteht. Zur Ausstellung ist auch ein Katalog aus unserer Schriftenreihe erschienen. Edition und Katalog können Sie im Kunstverein käuflich erwerben.


Samstag 22. August 2009
Ein Tag in Düsseldorf
Besuch zweier Ausstellungen von Johannes Brus
Museum Kunstpalast und Galerie Gmyrek

“Giving picture for trophy“ heißt die große Fotoausstellung des Esseners im Museum Kunstpalast. Sie zeigt monumentale Foto-Tableaus mit einer geradezu körperlichen Ausstrahlung. Brus verfremdet schwarz-weiße Fotovorlagen mit chemischen Verfahren und schafft so etwas wie „Malerei mit den Mitteln der Fotografie“. Er bearbeitet in dieser Weise meist vorgefundene alte Fotos, darunter von Europäern aufgenommene Gruppenporträts indischer Maharadschas, aber auch Bilder klassischer Jagdtrophäen. Zusammen mit dem Künstler besuchen wir auch die Galerie Gmyrek nicht weit vom Ehrenhof, wo zurzeit eine sehr sehenswerte Ausstellung seiner Plastiken zu sehen ist. Denn auch in den Plastiken von Brus geht es um Vor-Bilder aus unserem kulturellen Gedächtnis, die mit einem besonderen Formulierungs- und Gussverfahren zu etwas Neuem werden. Ein Tag, der authentischer nicht sein könnte. Anmeldungen bei Frau Aderholz, die Ihnen auch den Treffpunkt vor Ort in Düsseldorf nach eigener Anreise mitteilt. Kosten inkl. Eintritt 29,- €.


Ausstellungseröffnung
Sonntag, 4. Oktober 2009, 12 Uhr
Christian Helwing
EAT - Rauminstallation

EAT (englisch: Essen). Der in Bremen lebende Künstler arbeitet mit den am Ausstellungsort auffindbaren räumlichen Vorgaben, Maßen, Proportionen und Sinnebenen. Immer interessieren ihn auch die sozialen, repräsentativen und historischen Zusammenhänge. Es geht also um die Bedeutungen, die ein Raum im Stadtgefüge hat oder einst gehabt hat, um die Wege, die die Menschen darin zurücklegen oder -gelegt haben, um die Wechsel und Umwidmungen, die der Ort im Laufe der Jahre erfahren musste. Helwings Werke nähern sich bisweilen so sehr dem Funktionsträger Architektur an, dass sie darin aufzugehen scheinen. Wandsegmente erinnern an Bauhaus-Architektur (oder die Architektur des Bauhauses) und immer wieder scheinen die Plastiken nahtlos mit dem Leben zu verschmelzen. Sie täuschen Nützlichkeit vor und laden doch letztlich zum ästhetischen Raisonnement ein. Indem sie dies aber gleichzeitig tun, nehmen sie auf intelligente Weise und vor allem in sinnlicher Form den Strang einer Diskussion wieder auf, der einst um die Minimal Art entbrannt war. In unserem Raum wird eine radikale und irritierende Maßnahme im direkten Sinne „Raum greifen“, die das Ortspezifische neu bereifen lässt. Durch das Einziehen einer diagonalen Wand wird der Raum ganz anders als bisher erlebbar. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog aus der Schriftenreihe.


9. bis 11. Oktober 2009
3 Tage Biennale Venedig

„Die Geographie der Kunstwelt hat sich durch neu aufkommende Zentren schnell erweitert: China, Indien, der Nahe Osten... Es wird mein Anliegen sein, eine Schau zu schaffen, die sich zwar durch individuelle Zonen der Intensität artikuliert, aber dennoch als eine geschlossene Ausstellung erscheint." So beschreibt Daniel Birnbaum die von ihm kuratierte 53. Internationale Kunstausstellung der Biennale Venedig. Der Kunstverein Ruhr widmet sich drei Tage lang intensiv dieser wichtigen Ausstellung, welche sich in den „Giardini“ mit den nationalen Pavillons und dem „Arsenale“ konzentriert, sich aber auch innerhalb des Stadtgebietes der alten Lagunenstadt ausbreitet. Parallel zu den Ausstellungen der Biennale, gibt es noch zahlreiche andere Ereignisse, die den Namen Begleitprogramm (Eventi Collaterali) mehr als verdienen. Sie sind gleichsam ein Muss und wir werden versuchen, die besten unter ihnen mit den Besuchen der Hauptausstellungen zu verbinden. Natürlich werden auch einige ältere Palazzi, Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen, besucht. Man findet sie in der Serenissima, im wahrsten Sinne des Wortes „Nebenan“. Kleine Pausen zwischendurch und gutes Essen am Abend sind obligat… Flüge mit Air Berlin/ÜF im Grand Hotel Principe/Transfer/Eintrittsgelder 698 Euro im Einzelzimmer, 595 Euro im Doppelzimmer. Die Reise ist ausgebucht.


Samstag 14. und Sonntag 15. November 2009 – 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Vorstellung der Jahresgaben und Editionen.

Der Kunstverein stellt Arbeiten von Jürgen Paas, Sandra Peters, Christian Helwing und anderen vor – wieder in Kooperation mit dem Kunstring Folkwang. Bitte achten Sie auf die besondere Einladung!


Freitag, 4. bis Sonntag 6. Dezember 2009
Wochenendreise nach Paris

Wir besuchen die wichtigsten Museen und sehen dort aktuelle Ausstellungen, z.B. das Musee d’Orsay, das Grand Palais, das Musée d’Art Contemporain de la Ville de Paris. Aber auch Galerien und andere interessante Orte für die Kunst der Gegenwart werden aufgesucht. (z.B. das Maison Rouge Fondation Antoine de Galbert, die Galerien der Rue Louise Weiss, und des Maraisviertels). Restaurantbesuche, Stadtspaziergänge, der Marchais d’Alligre am Sonntagmorgen und möglichst ein Theaterabend runden das Programm ab. Das detaillierte Programm wird noch erarbeitet. Anmeldungen bei Frau Aderholz.


Dienstag, 15. Dezember 2009, 19.30 Uhr
Vortrag Harald Welzer: Der Vermeer-Code.

Die zentrale Glaubensüberzeugung der Kunstgeschichte lautet, dass ein Kunstwerk immer in seinem Kontext gesehen werden muss, also im Rahmen seines sozialgeschichtlichen Entstehungszusammenhangs, der Kunst seiner Zeit und, nach Möglichkeit, der zeitgenössischen Wissens- und Kenntnismöglichkeiten des Künstlers. Das stimmt aber vielleicht gar nicht. Denn es könnte ja durchaus sein, dass das Künstlerische an der Kunst sich genau darin bestimmt, dass es unabhängig von solchen Kontextfaktoren ist. Es ist wahrscheinlich auch kein Zufall, dass Gerhard Richters „Lesende“, die zu ersten Mal 1994 im Kunstverein Ruhr ausgestellt worden ist (!), Verbindungen zur „Brieflesenden Mädchen am Fenster“ von Jan Vermeer aufweist. Denn letzteres hängt in der Galerie alter Meister in Richters Heimatstadt Dresden…

Prof. Dr. Harald Welzer ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke. Die wichtigsten Veröffentlichungen aus den letzten Jahren sind: Das Kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. München: Beck 2005; Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden. Frankfurt/M.: Fischer 2005; Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Frankfurt/M.: Fischer. Daneben hat er zahlreiche Ausstellungen kuratiert und schreibt regelmäßig über zeitgenössische Kunst.

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