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Ausstellung
Thomas Klegin
NARZISS

Thomas Klegin hat sich bei seiner aktuellen Arbeit für den Kunstverein Ruhr für einen sehr reduzierten und zugleich radikalen Eingriff in den Ausstellungsraum entschieden. Er verspiegelt alle eingrenzenden Flächen des ansonsten leeren Raumes mittels einer speziellen selbsthaftenden Folie. Wände, Decke und Boden können somit die eintretenden Betrachter und Betrachterinnen gleich in sechs Richtungen reflektieren. Davon ist auch das große Schaufenster nicht ausgenommen, das den hell ausgeleuchteten Raum zum Kopstadtplatz hin öffnet. Es ist mit einer speziell beschichteten Folie beklebt, deren eine Seite spiegelt, deren andere Seite aber transparent ist. So bleibt der Raum von außen einsehbar, von innen aber gleicht er einem besonderen, in sich geschlossenen Spiegelkabinett. Einerseits wird auf diese Weise die Architektur mitsamt ihren beiden weißen Pfeilern nach allen Seiten hin erweitert, aufgebrochen und wie eine antike Säulenhalle anscheinend ad Infinitum fortgesetzt. Anderseits erfahren die Betrachterinnen und Betrachter, dass sie zum lebendigen Bestandteil dieser Reflexionen geworden sind. Denn sobald sie den Raum betreten, werden ihre körperliche Anwesenheit, ihre Bewegungen und Blicke im Raum zu Grundbedingungen einer besonderen ästhetischen Erfahrung. Weil es dabei vor allem um genaue Beobachtungen, komplexe Verortungen und anhaltende Selbstreflexionen geht, vermag ein Besuch dieser Ausstellung weit über eine bloße Selbstbespiegelung hinauszugelangen. Dauer der Ausstellung: bis 24. Februar 2019

Mit Unterstützung durch das Kulturbüro der Stadt Essen, die Allbaustiftung und ReproTerminal


Samstag, 09. Februar 2019
Tagesfahrt nach Bochum
Bild, Macht, Religion
Ausstellung im Kunstmuseum Bochum

Der Umgang mit Bildern in Religion und Kunst ist ambivalent: Zum einen ermöglichen Bilder, etwas zu sehen, was anders nicht zu sehen ist – zum Beispiel Heilige, Götter oder transzendente Wesen. Bilder können dabei faszinieren und begeistern. Zum anderen zeigen Bilder etwas, das vielleicht besser im Unsichtbaren bleiben möge – nicht nur, weil das Gezeigte furchterregend ist, sondern weil es mit dem Bild identifiziert werden und eine Macht entfalten kann, die sich der menschlichen Kontrolle entzieht. Zusammen mit der Kuratorin Dr. Iris Possegger besuchen wir eine bemerkenswerte Ausstellung und wollen vor den Originalen auf die mehrdeutige Rolle von Bildern, Statuen und anderen Darstellungsformen eingehen. Joseph Beuys, Berlinde De Bruyckere, Andy Warhol, Martin Kippenberger u.a. gehören zu den Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf bisweilen sehr provokante Weise mit der Bilderfrage befassen. Eigene Anreise, Treffpunkt 11.00 Uhr. Danach: Mittagessen im Franz Ferdinand im benachbarten Bochumer Stadtpark-auf eigene Kosten. (sehr gute österreichische Küche!),. Teilnahme: 25.- € (Mitglieder 20- €) inklusive Eintritt. Ende ca. 15.30 Uhr Obligate Anmeldung bei Frau Aderholz.


Samstag, 09. Februar, 19 Uhr
Ingo Munz:
Die Ballade von der Endstufe aller Narzissmen
Lese-Performance im Ausstellungsraum des Kunstverein Ruhr

Der in Essen lebende Literat (und Philosoph) Ingo Munz macht den verspiegelten Raum von Thomas Klegin zur künstlerischen Grundlage seiner live stattfindenden Lese- Performance. Er sagt selbst über sich und seine Arbeit: »Ich bin Schriftsteller, kein Schauspieler und auch kein Poetry-Slammer. Dennoch liebe ich es, Literatur zu zelebrieren. Während der Feierlichkeit berücksichtige ich die Zusammensetzung des Publikums, auch so etwas wie die Jahreszeit und in jedem Fall die Location, den Ort des Tuns, den Tatort« (www.ingomunz.com) Coram Publico geht es also heute Abend um Sprechen und Zuhören, Vordenken und Nachdenken, um Sinn und Hintersinn, Innen und Außen, Sehen und (nicht) Gesehen-Werden, Frieren und Immer-Wieder-Aufwärmen. Eintritt frei. Für heiße und kalte Getränke wird gesorgt sein.


Samstag, 23. Februar 2019, 18 Uhr
Finissage und Künstlergespräch
Thomas Klegin: NARZISS

Thomas Klegin hat die Wände, das Fenster, den Boden und die Decke des Ausstellungsraumes mit einer reflektierenden Spiegelfolie beklebt. Auf diese Weise wird der Raum vielfach nach allen Seiten hin gespiegelt: Mitsamt seinen Besucherinnen und Besuchern, die zu lebendigen Bestandteileilen dieser Installation werden. Denn sobald jemand den Raum betritt, werden seine körperliche Anwesenheit, seine Bewegungen und Blicke im Raum zu Grundbedingungen einer besonderen ästhetischen Erfahrung. Weil es dabei vor allem um genaue Beobachtungen, komplexe Verortungen und anhaltende Selbstreflexionen geht, vermag ein Besuch dieser Ausstellung weit über eine bloße Selbstbespiegelung hinauszugelangen. Wir treffen uns heute Abend kurz vor Ende der Ausstellung mit dem Künstler, um über sein Konzept und das räumliche Resultat zu sprechen. Thomas Klegin stellt auch nochmal seine zur Ausstellung erschienene Edition vor. Dank an: Kulturbüro, Allbaustiftung und ReproTerminal

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