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Verlängert bis 31. Januar 2016
Almut Linde: 1347 Lives

Almut Linde hat im Ausstellungsraum des Kunstvereins einen radikalen künstlerischen Eingriff vorgenommen. Über tausend silberne Ovale hängen in unterschiedlicher Höhe im ganzen Raum verteilt von der Decke, befestigt an silbernen Ketten und Silikonfäden. Der Titel der Arbeit verrät, dass es sich um ›1347 Lives‹, also um über tausend Leben handelt. Betrachtet man die glitzernden Plaketten etwas genauer, fallen die eingeprägten Buchstaben und Zahlencodes ins Auge. Es wird auf einmal klar, dass es sich um teilbare Erkennungsmarken der Bundeswehr aus Aluminium handelt. Eine solche Marke wird wie ein Amulett getragen und bewahrt nach dem potenziellen Tod eines Soldaten dessen Identität. Und hier geht es in der Tat um 1347 Identitäten und damit auch um Menschenleben. Die Installation gerät zu einem Denkbild, das zum Nachdenken über die Aktualität des Sterbens im Krieg Anlass gibt. Almut Linde zeigt mit ihrer Arbeit aber auch, dass Schönheit und Schrecken dicht beieinander liegen können. Die ästhetische Anziehungskraft des glitzernden den ganzen Raum dominierenden Werks bleibt trotz seines ernsten, den potenziellen Tod der betroffenen Menschen einbeziehenden Sinngehalts bestehen. Mit freundlicher Unterstützung durch die Allbau Stiftung und das Kulturbüro der Stadt Essen.


Samstag, 28. November 2015 - 12 bis 20 Uhr
ART WALK im Kreativquartier City Nord.Essen
Editionen / Jahresgaben des Kunstvereins der letzten Jahre

Seit 2010 entwickelt sich die nördliche Innenstadt von Essen zu einem Kreativquartier. Insgesamt zeigen an 23 Orten rund 200 Künstler/innen ihre Arbeit in einem vielfältigen Programm. Es geht um Malerei, Fotogra¬fie, Design, Musik, Lichtinstallationen und Theaterstücke. Eine Neuheit beim ART WALK sind in diesem Jahr die sogenannten „Pop-up-Ausstellungen“. Leer stehende Ladenlokale bieten einer Viel¬zahl von Kreativen die Möglichkeit sich außerhalb ihrer Arbeitsräume zu präsentieren und hauchen den Leerständen neues Leben ein!
Bei uns im Kunstverein Ruhr lädt natürlich die zum Nachdenken über Leben und Sterben anregende Installation von Almut Linde 1347 LIVES zum Besuch ein.

Außerdem werden Ihnen Editionen der letzten Jahre angeboten: Werke von Heike Pallanca, Raimund Kummer, Rudolf Herz, Achim Bertenburg, Veronika Schuhmacher, Res Ingold, Ursula Wevers, Horst Müller, Dorothee von Windheim, Heimo Zobernig, Rainer Splitt, Franka Hörnschemeyer, Ingo Günther, Achim Bitter, Maik und Dirk Löbbert, Gudrun Kemsa, Christian Helwing, Sandra Peters, Jürgen Paas, Gerda Schlembach, Stephan Baumkötter, Christian Haake, Peter Hochscheid, Helmut Schweizer, Stefan Wissel, Erich Reusch, Susanne Weirich u. a.. Machen Sie Ihren persönlichen ART WALK durch das Viertel oder nehmen Sie an einem geführten Spaziergang teil, vergessen Sie aber nicht im Kunstverein Ruhr vorbeizuschauen!


Sonntag, 29. November 2015, 16 Uhr
Künstler(innen)gespräch mit Almut Linde

Die in Hamburg lebende Konzeptkünstlerin Almut Linde hat für ihre Arbeitsweise den Begriff „Dirty Minimal“ geprägt. Sie konfrontiert den Betrachter in unserem Falle mit 1347 Kennmarken der Bundeswehr aus Aluminium. Die teilbare Metallmarke mit eingeprägten Personenkennziffern sowie, Blutgruppe, Rhesusfaktor und Religion dient im kriegerischen Ernstfall der Identifizierung sterblicher Überreste. Beim Tod eines Soldaten wird der untere Teil der Marke zu Verwaltungszwecken abgetrennt, während der obere Teil zur Identifizierung des Toten dient. Jede einzelne Marke repräsentiert eine real existierende Person. Wenn Almut Linde sagt, dass nur autonome Kunst politische Kunst sei, dürfen wir heute auf eine anregende Debatte gespannt sein. Die Künstlerin wird uns in einem Kurzvortrag noch andere Arbeiten vorstellen und im direkten Gespräch Rede und Antwort stehen.


Sonntag, 29. November 2015, 14-18 Uhr
Vorstellung der neuen Jahresgaben 2015

Neben den Editionen der letzten Jahre stellen wir neue Arbeiten von Almut Linde, Erich Reusch und Paul Schwer vor. Beachten Sie auch die beiliegende Einladungskarte.

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