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Roland Schappert
YOU

13.September bis 08. November 2020

Die Ausstellung ist wegen der coronabedingten Schließung noch bis 29. November nur im erleuchteten Schaufenster zu sehen.

Die Schriftbilder von Roland Schappert sehen auf den ersten Blick aus wie schnell, fast absichtslos produzierte Graffiti. Doch meint man schon auf den zweiten Blick sich an die geübten Schwünge asiatischer Kalligraphen zu erinnern, bei denen die Zeichen aus dem Bewegungsfluss der schreibenden Hand spontan gebildet und zugleich sehr präzise platziert erscheinen. Nach einiger Zeit der Betrachtung, in der die Zeichen probeweise in verschiedene neue Beziehungen gebracht werden, erweisen sich diese Werke schließlich als auf mehreren Ebenen lesbar: Die Betrachtenden erleben zu ihrem Erstaunen, wie aus geschwungenen „abstrakten“ Pinselstrichen auf einmal Wörter entstehen und Bedeutungen generiert werden, die durchaus auf die Welt und die Gegenwart, in der wir leben, bezogen werden können. Roland Schappert hat für seine Ausstellung fünf Bilder eines Motivs (YOU) als Variationen in digitalisierter Form ausgewählt, ebenso drei weitere großformatige Werke, deren Botschaften zunächst wie rein gestisch-abstrakte Malerei anmuten, die sich aber bei intensiverer Betrachtung als hochauflösende Digitaldrucke auf Aluminium mit überraschenden Farbwirkungen erweisen. Der metallene Bildträger lässt die Werke abhängig von Lichteinfall und Betrachterposition sehr unterschiedlich, bisweilen changierend und räumlich erscheinen, was wie von selbst zu neuen Lesarten und Bewegungen im Raum stimuliert. Auf der rechten Wand des Ausstellungsraumes wurde gar eine der Botschaften (CHANCE) im direktesten Sinne in den Wandputz eingeschrieben. Die derart mit der Trennscheibe gravierte weiße Wand wird zum Relief, die geritzten Bögen und Kratzer zur lesbaren Botschaft. Auf der nicht weit vom Kunstverein entfernten Friedrich-Ebert-Strasse (Haus Nr. 85) ist Schappert gar mit dem Pinsel und Gouache an die großen Schaufensterscheiben zweier Ladenlokale gegangen. Auch hier – im öffentlichen Raum- lassen sich zwei seiner Texte finden, die sich in das Straßenbild und den Fluss des Verkehrs integrieren, für aufmerksame Betrachterinnen und Betrachter aber durchaus zu entdecken und auf überraschende Weise zu lesen sind. Dieser „Satellit“ im Stadtraum ist bewusster Teil der Ausstellung.

An fünf weiteren Stellen der Essener Innenstadt hat der Künstler auf diese Weise auch Plakatflächen mit seinen Texten gestaltet. Ihre Botschaften stehen hier Schwarz auf Weiß neben den bunten Werbebildern und lassen zufällige Passanten, die u.a. lesen „Als gäbe es eine Zukunft“ durchaus einmal innehalten.

Wir planen zudem am 14. Oktober 2020 um 19 Uhr die Vorstellung des Lyrikbandes „Du fällst mir leicht“, Gedichte von Roland Schappert, der in der Parasitenpresse, Köln erscheinen wird. Der Verleger Adrian Kasnitz wird anwesend sein. Und am 8. November 2020 wird um 14 Uhr ein finaler Vortrag zur Ausstellung von Emmanuel Mir mit anschließender Diskussion stattfinden. Zu beiden Veranstaltungen werden wir gesondert einladen und auf dieser Website im Programm des Kunstvereins ausführlich informieren.

Wir möchten Sie auch hier aus gegebenem Anlass auf die Einhaltung der Hygiene-, Einlass- und Abstandsregeln hinweisen. Auch darauf, dass der Zugang nur einer begrenzen Personenzahl gestattet werden könnte.

Coronabedingt musste die Finissage am 8. November mit Emmanuel Mir und Roland Schappert unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Hier ist sie online:

Mit Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Essen, Allbau GmbH, Ströer GmbH, Privatbrauerei Jacob Stauder GmbH und ReproTerminal.

     
 

 

roland-schappert.com
you.roland-schappert.com

Essen, Logenstrasse

Essen, Logenstrasse

Essen, U-Bahnhof Berliner Platz

Essen, U-Bahnhof Berliner Platz

Essen, U-Bahnhof Berliner Platz

Essen, Hindenburgstrasse

Essen, Blumenfeldstrasse

Essen, Friedrich-Ebert-Strasse

Essen, Friedrich-Ebert-Strasse

Ausstellungen

2020
  - FORT
  - Roland Schappert
  - Markus Huemer
  - Björn Behrens
2019
  - Carl Emanuel Wolff
  - Julian Röder
  - Thomas Rentmeister

  - Douglas Kolk
2018
  - Thomas Klegin
  - Michael Reisch
  - Aurora Reinhard
  - Manfred Holtfrerich
2017
  - Sibylle Springer
  - Reinhold Budde
  - Dieter Kiessling
  - Arme Sammler
2016
  - Fritz Balthaus
  - Tobias Venditti
  - Ein weiteres Beispiel...
  - Juergen Staack
2015
  - Almut Linde
  - Frantiček Klossner
  - Philipp Goldbach
2014
  - Helmut Schweizer
  - Susanne Weirich
  - Stefan Wissel
2013
  - Erich Reusch
  - Mariana Vassileva
  - Paul Schwer
  - Almut Linde
  - Peter Hochscheid
2012
  - François Morellet
  - Christian Haake
  - Stephan Baumkötter
  - Werner Ruhnau
2011
  - Gerda Schlembach
  - Susann Körner
  - Judi Werthein
  - Gary Hill
  - Klara Hobza
2010
  - Korpys / Löffler
  - Gaylen Gerber
  - Daniel Blaufuks
  - Maximilian Moll
2009
  - Christian Helwing
  - Sandra Peters
  - Jürgen Paas
2008
  - Liza Nguyen
  - Kyungwoo Chun
  - Achim Bertenburg
2007
  - VA Wölfl
  - Gudrun Kemsa
  - Richard Long

  - Werner Ruhnau
  - Markus Sixay
2006
  - D. von Windheim
  - Fotoarbeiten
  - Eva-Maria Schön
  - Alexandra Ranner
2005
  - Maik + Dirk Löbbert
  - Achim Bitter
  - Christian Boltanski
  - Ingo Günther
  - F. Hörnschemeyer
2004
  - Jean François Guiton
  - Rainer Splitt
  - Horst Müller
  - John Armleder
  - Arpad Dobriban
2003
  - Dan Flavin
  - Christian Stock
  - Heimo Zobernig
  - Lawrence Weiner
2002
  - Bogomir Ecker
2001
  - Katharina Grosse
  - Adrian Schoormans
2000
  - Karin Sander
  - Sery C.
  - Mischa Kuball
1999
  - Johannes Brus
  - N. Schwontkowski
1998
  - Terry Fox
  - Klaus G. Gaida
  - Ingold Airlines
  - Michael von Kaler
1997
  - Raimund Kummer
  - Hans-Peter Porzner
1996
  - Ulrich Erben
  - Rudolf Herz
  - Yuji Takeoka
1995
  - Norbert Prangenberg
1994
  - Gerhard Richter
1993
  - Timm Ulrichs
  - herman de vries
1992
  - Nikolaus Lang
  - Thomas Lehnerer
1991
  - Anna & Bernhard Blume
  - Tony Cragg
  - Jochen Gerz
  - Wolfgang Stiller
1990
  - Franziska Megert
  - Henk Visch
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