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VA WÖLFL
FONTAINE DE CHOCOLAT
EIN READYMADE

7. Oktober bis 31. November 2007

Der in Essen Kettwig lebende Künstler hat den Ausstellungsraum in eine einzigartige Schokoladenkammer verwandelt! Durch einen radikalen architektonischen Eingriff entsteht ein „Raum im Raum“, welcher von außen wie eine minimalistische Großskulptur anmutet. Doch ein schon beim Näher kommen deutlich wahrnehmbarer Duft verrät, dass sich etwas ganz Besonderes im Innern dieser äußerlich weißen Kammer befindet: Die Innenwände sind ganz mit Schokolade verspachtelt und mittendrin steht eine große Vitrine, in welcher ein eigenartiges skulpturales Gebilde zu sehen ist. Auf einem an einen großen Topf erinnernden Sockel aus Edelstahl bewegt sich permanent eine dreigestufte Fontäne aus warmer Schokolade. Man muss schon genau hinschauen, um die weichen Kaskaden der duftenden braunen Masse in ihrer ständigen Bewegung wahrzunehmen. Doch nicht nur das: Wer möchte, darf einen kleinen Löffel in den warmen Strom halten und etwas von dieser wirklich exquisiten Köstlichkeit probieren. Ein wörtlich zu nehmender „Kunstgenuss“, welcher wie von selbst zu einem quasi rituellen Verhalten vor dem Objekt, zu einer Beteiligung der Besucher und zu einem ästhetischen Raisonnement führt. Letztlich lassen sich hier auf übertragene Weise Wölfls Bezüge zur Performance, zum Tanz, zum Werk von Marcel Duchamp und demjenigen des Joseph Beuys entdecken. Zur Ausstellung erscheint ein kleiner schokoladenbrauner Katalog mit Fotos von Werner Hannappel und einem deutsch/englischen Text von Peter Friese. Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturbüro der Stadt Essen, die G.D.Baedeker Stiftung, die Sparkasse Essen und die Elektro Decker G.m.b.H.

Parallel zur Ausstellung findet im Rahmen der Ruhrtriennale auf Pact Zollverein die Premiere eines von VA Wölfl für NEUER TANZ chor(e)ographierten Stückes statt:
»12« / »...IM LINKEN RÜCKSPIEGEL AUF DEM PARKPLATZ VON WOOLWORTH« / »MITTELALTER EDITION«
Aufführungen am 11., 12. und 13. Oktober 2007


VA WÖLFL
FOTO / TEXTARBEITEN, PLAKATE, POSTKARTEN 1972 -2007

BIS 30. JANUAR 2008

Als Fortsetzung seiner Ausstellung „Fontaine de Chocolat“ zeigt der Kunstverein Ruhr einen Einblick in das graphische Schaffen des in Essen Kettwig lebenden Künstlers aus den Jahren 1972 bis 2007. VA Wölfl ist Absolvent der Folkwangschule und Grenzgänger zwischen den Genres und Disziplinen. Er verbindet wie selbstverständlich in seiner Arbeit Fotografie, Video, Malerei, Zeichnung, typographische Gestaltung, Skulptur und Performance. Die gleichzeitige Verwendung neuer Medientechnologien und des uralten Gattung „Ölmalerei“ schließt jedoch immer ein, dass es um Vergegenwärtigungen, also um Arbeit an der Gegenwart selbst geht, in der nun mal Vorstellungen auf die eine oder andere Weise manifest werden können. Der motivische und thematische Rückgriff auf kulturgeschichtliche Zusammenhänge geschieht dabei ebenso selbstverständlich wie das Einbeziehen aktueller politischer, aber auch scheinbar alltäglicher und trivialer Sujets. Seit längerer Zeit leitet und choreographiert Wölfl im Marstall des Düsseldorfer Schlosses Benrath die Arbeit der Gruppe NEUER TANZ. Als bildender Künstler entwickelt er dabei höchst bemerkenswerte Vorstellungen von Raum, Bewegung, Licht, Farbe und überträgt die ihn beschäftigenden Themen auf die Formen neueren, experimentellen Tanzes. Auf diese Weise schafft er eine anderswo so nicht erlebbare, nicht einmal denkbare Präsenz von genreübergreifender Kunst, welche etwas mit unseren Beziehungen, Wünschen, bisweilen auch Ängsten – also durchweg mit Gegenwart - zu tun hat. VA Wölfl reagiert mit dieser Hängung bzw. „Stellung“ der gerahmten Arbeiten im Kunstverein Ruhr auf die besondere Situation des Schaufensterraumes und auf das innerstädtische Umfeld. Die meisten der Plakate sind für NEUER TANZ gestaltet worden, es gibt aber auch wesentlich ältere Arbeiten, die sich durch ihre visuelle Intelligenz, ihren Witz oder ihre Tragik auch nach über 3 Jahrzehnten behaupten. Treten Sie (während der Öffnungszeiten) ein, es lohnt sich durchaus auch die Rückseiten der beiden Pfeiler zu betrachten.

Fotografen:
Abb. 2,3+4: Werner Hannappel
Abb. 5: Erwin Wiemer
Abb. 6+7: Holger Krüssmann

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